05.02.00
Ich bin schon den ganzen Tag aufgeregt, mein Blutdruck steigt mittlerweile auf 140/76 ... Michael ist schon frühzeitig aufgebrochen zur "Samenspende" und je länger er weg ist, umso unruhiger werde ich, sch... Spiel!! Geht das allen so? Oder bin ich da mal wieder das Negativ-Beispiel?
Überpünktlich sind wir in der Praxis, dort sind wir auch nicht die Einzigen, er herrscht sogar recht reger Betrieb. Danach geht eigentlich alles recht schnell. Der Arzt sagte uns, dass bei der letzten Blutkontrolle alle Hormonwerte bestens waren, die Samenqualität wäre auch ausgezeichnet und sie hätten 45 Millionen Spermen die mir übertragen würden. Fragen hatten wir dann keine mehr und es kann losgehen.
Ich klettere auf den Gynstuhl, Michael darf am Kopfende bei mir stehen und der ganzen Angelegenheit zusehen, so können wir wenigstens sagen: Wir waren beide bei der Zeugung dabei ;-). Es ist wirklich nicht viel mehr als eine gynäkologische Untersuchung. Die Spermien sind in einer kleinen Spritze und mittels eines flexiblen Schlauches werden sie direkt in meine Gebärmutterhöhle gespritzt. Ich merke zwar etwas, es ist ein komisches Gefühl, aber ich könnte nicht beschreiben, wie das ist, auf jeden Fall tut es nicht weh, es ist noch nicht mal unangenehm, jedenfalls nicht unangenehmer als eine stinknormale Untersuchung.
Ab heute Abend darf ich mir Kapseln in die Vagina einführen. Sie enthalten das Gelbkörperhormon und begünstigen eine Einnistung eines evtl. Embryos. Mehr können wir nun nicht mehr tun. Wenn bis zum 21.02.00 keine Regelblutung eingetroffen ist soll ich dann in der Praxis erscheinen, dann wird mir Blut entnommen und nachmittags wissen wir dann mehr. Also wieder warten, warten, warten....
![]()