12.04.00

Jetzt geht doch alles wieder viel zu schnell. Bei der gestrigen Kontrolluntersuchung war mein Eibläschen schon 19 mm groß. Soweit alles in Ordnung. Wie üblich sollte ich zwischen 17 und 18 Uhr wegen des Termins für die Insemination anrufen. Wenn mein Körper schon selber den Eisprung auslöst wäre er morgen, ansonsten wohl am Donnerstag.

Meine Instruktionen lauteten dann: Eisprungauslösende Spritze um 20 Uhr abends, Michael durfte seine Probe heute um 12 Uhr abgeben und ich sollte um 14:45 Uhr dort eintrudeln. Mit der Arbeit konnte ich es so einigermaßen vereinbaren. Ich hatte auch extra um einen späten Termin gebeten. Da ich ja nun heute Vormittag abgelenkt war war ich auch nicht so meganervös wie beim letzten Mal. Außerdem ist jetzt auch schon alles bekannt und es gibt nichts Neues mehr. Nur meine blöde Erkältung werde ich nicht los. Und da man ja nun eine Schwangerschaft nicht ausschließen kann darf ich auch möglichst keine Medikamente mehr nehmen. Das hasse ich eigentlich am meisten an der ganzen Sache: Das man immer so leben muss als wäre man schon schwanger. Alles spielt sich um dieses eine Thema ab. Und da meckern "normale" Mütter schon über das eine Jahr Alkoholabstinenz....

Michael war echt fleißig, 60 Mio. Spermien können mir eingesetzt werden. Na, wenn da nicht wenigstens eines von durchkommt, dann weiß ich es auch nicht... Dieses mal ist es etwas unangenehmer. Beim Einführen des Schlauches merke ich einen Stich und einen Druck. Aber das ist nur von sekundenlanger Dauer und gut erträglich. Außerdem weiß ich ja, wofür es ist.

 Ja, und jetzt heißt es wieder warten, warten, warten. Wenn in 2 Wochen noch keine Menstruation eingetroffen ist, soll ich zum Bluttest kommen. Da werde ich wohl auf jeden Fall hinmüssen, bin ich doch bisher immer überfällig gewesen, ob mit oder ohne Medikamente. Gottseidank sind wir über Ostern gut abgelenkt, da wir mit einem befreundeten Pärchen (zwinker nach Sprockhövel) für 4 Tage das Weite suchen (hihi, andere suchen Ostereier....)