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Mittlerweile haben wir uns ganz gut in Gelsenkirchen eingelebt. Statt dass ich zu Moni gehe wenn Mama keine Zeit für mich hat kommt die Omi vorbei oder Mama bringt mich dorthin. Aber das geht ja auch. Mittlerweile gehen wir hier in einen Miniclub. Das Wort gefällt mir besser als Krabbelgruppe - denn krabbeln tue ich ja lange schon nicht mehr! Zum Mutter-Kind-Turnen und Schwimmen gehen wir auch - und alles macht auch der Julius mit! Mit seiner Mama versteht sich auch meine Mama ganz toll und von Stefanie (so heißt Julius´ Mama) haben wir auch ganz viele Tipps zum einkaufen und so bekommen.
Im Miniclub bin ich der jüngste, aber das ist nicht schlimm. Die anderen sind bis auf zwei Kinder nicht soviel älter. Dort sind wir länger, als vorher bei den Krabbelgruppen. Den ganzen Vormittag sind wir da. Erst dürfen wir Kinder spielen, was wir wollen, dann wird getrommelt und aufgeräumt und wir setzen uns an einen Tisch mit kleinen Stühlen. Die Mamas (oder Papas *ggg*) stehen oder sitzen hinter uns. Wir machen so kleine Fingerspiele und frühstücken dann. Bisher mussten ganz viele Geburtstage nachgefeiert werden, denn in den Sommerferien sind doch einige Kinder 2 Jahre alt geworden. Dann gibt es immer Leckerein. *hmmmm*
Nach dem Frühstück wird der Tisch wieder abgeräumt und entweder gehen wir dann in den Garten oder kneten oder malen - irgendwas lässt sich die Heike immer einfallen. Eine Freundin habe ich auch schon: Die Vanessa! Die küsst genauso gerne wie ich auch und beim Turnen ist sie auch dabei und da können wir weiterknutschen!
Turnen macht auch viel Spaß. Die Turnhalle ist größer und es sind auch ein paar mehr Kinder dabei als in Dortmund. Einige Kinder sind auch schon älter und können schon viel mehr. Ich bin mal gespannt, wann ich das alles auch kann!
Mittlerweile kann ich schon etwas mehr sagen: "alle", wenn meine Milchflasche oder Plätzchen leer bzw. aufgegessen sind, "tüta", wenn ein Krankenwagen oder Feuerwehrauto vorbeikommt und das ist ziemlich oft. "Ball" gefällt mir auch noch gut. Am "Bus" versuche ich mich noch ebenso wie an "Bagger". Die sehe ich immer von meinem Fenster aus. Da hält oft ein Bus an und die Bagger arbeiten auf der Strasse. Julius spricht schon viel mehr - das will ich auch können. Ich erzähle unheimlich viel - nur versteht mich keiner! Auch wenn ich es dann wiederhole schaut Mama mich noch fragend an. Sie meint dann immer, ich spreche arabisch-lateinisch-französisch... Quatsch - ich will Euch was erzählen. Was kann ich denn dafür, dass ihr das nicht versteht?
Besuch hatten wir auch schon einigen hier: Nina mit ihrer Mama, Selina mit Mama, eine Freundin von Mama ohne Kind - das war eher langweilig. Einen großen Park mit einem Spielplatz gibt es auch hier in der Nähe und Pferde! Die laufen immer im Kreis auf so einer eingezäunten Fläche. Die sind auch echt toll und gar nicht weit von uns weg. So, jetzt muss ich mal sehen, was es hier noch alles zu entdecken gibt...
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